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JazzVocals
Rezensionen
Chorspiegel, März 2015

Es folgten die JazzVocals, eine 25-köpfige A-cappella-Formation, die seit 1991 besteht. Leiterin ist die Musikpädagogin, Dirigentin und Workshopdozentin Susanne Faatz. Die Mitglieder - zwischen 20 und 40 Jahren - verfügen über zahlreiche internationale Erfahrungen. Beispielsweise nahmen sie an Chorfestivals in Frankreich, Sardinien, Guatemala und Dänemark teil. Außerdem bestehen Kontakte zu den Australian Voices. Die Chorleiterin ist bestrebt, das Ensemble mit der gesamten Breite der Musikkultur vertraut zu machen. Dabei setzt sie auch experimentelle Elemente wie Improvisation oder Mouth-Percussion ein. 2007 wurde der Chor mit dem Förderpreis der Landesmusikakademie Rheinsberg ausgezeichnet und gewann im gleichen Jahr den Jazz- und Blues-Award in Berlin. 2013 belegten die JazzVocals mit „hervorragendem Erfolg“ den ersten Platz beim Landeschorwettbewerb Berlin. 2014 erhielt das Ensemble einen 3. Preis beim Deutschen Chorwettbewerb sowie einen ersten Preis beim Internationalen Chorfestival Krakau „Cracovia Cantans“.

Dank der langjährigen erfolgreichen Arbeit von Susanne Faatz wurden die JazzVocals zu einem qualitativ hochstehenden Chor, der durch Perfektion und Ausstrahlung überzeugt. Das Programm bestach durch eine klug durchdachte Dramaturgie. Dabei überwogen exotische Farben, unterstützt durch zahlreiche Effekte und Sounds. Alles war gelungen, aber einiges sollte man hervorheben. So gab es besonders starken Beifall für „Other Plans“, „Walk Like An Egyptian“, „African Call“ und „Let Me Take Over“. Faszinierend war das Arrangement von „Love Cats“, bei dem das makellose Fingerschnippen wie ein Metronom wirkte. Ich gebe den JazzVocals die Note „Sehr gut plus“.

Horst Fliegel, Chorspiegel, März 2015
Berliner Abendblatt, März 2014
Mitreißende Stimmen

Die Jazz Vocals aus Weißensee singen um den Deutschen Chor-Titel.

Die Beatles, Swing und Jazz, Pop und sogar ein Didgeridoo –— wozu die JazzVocals aus Weißensee allein mit ihren Stimmen in der Lage sind, kann sich hören lassen. Hervorgegangen ist der Chor aus einer Weißenseer Schule, inzwischen spielt er auf internationalen Chor-Wettbewerben. Und im Mai ist er beim Deutschen Chortreffen in Weimar eingeladen. Die Vorbereitungen laufen.

Große Herausforderung

Es ist erst ein paar Wochen her, da musste Chorleiterin Susanne Faatz die Liste mit den Titeln für das Chor-Treffen einreichen. 15 Minuten haben die Weißenseer, um die Jury zu überzeugen und sich gegen die Gesangs-Konkurrenz aus ganz Deutschland durchzusetzen. Swing, Pop, Jazz und Eigenarrangements stehen auf der Liste. Nur einen Titel konnten sich die Sänger nicht aussuchen: "„Good Day Sunshine von den Beatles muss jeder Chor beim Treffen singen, um eine Vergleichbarkeit herzustellen. Der Song ist eine echte Herausforderung"“, sagt Chorleiterin Faatz. Um auch den zu meistern, trainieren die JazzVocals wöchentlich in der Musikschule in der Bizetstraße. Eine Wochenend-Fahrt mit Proben steht auch noch auf dem Plan. Und ein paar Wochen nach Weimar geht es dann zum internationalen Chor-Wettbewerb ins polnische Krakau.

Nerv getroffen

Die Stärke des Chors liege in seiner Gemeinschaft, sagt Susanne Faatz, und in seiner stilistischen Vielfalt. Beim Chortreffen in Berlin im vergangenen Sommer, dem Vorentscheid für das Treffen in Weimar, schafften es die Sänger, das Publikum mit ihren Hits und durchaus tanzbaren Stücken mitzureißen. Gleiches bewies der Chor beim Neujahrsempfang des Bezirks im Ballhaus Pankow oder beim Konzert im Radialsystem vor Kurzem. „"Wir wollen einen unterhaltsamen Abend bieten, an dem das Publikum Spaß hat“", sagt Susanne Faatz. Mitsing-Aktionen, viel Pop, viel Rhythmus —– die JazzVocals vermitteln vor allem Freude am Singen. Und die wird in den letzten Jahren immer größer, ist Susanne Faatz überzeugt. "Die Menschen haben wieder mehr Spaß daran, selber Musik zu machen, anstatt Konserven zu hören."“ Die JazzVocals treffen also auch einen Nerv. Selber machen ist die Devise der Stunde, ob beim Kochen oder Heimwerken.

Musik bildet da keine Ausnahme. „"Außerdem überzeugt viele hier der große Zusammenhalt unter den Sängern", ergänzt Susanne Faatz. Kein Wunder, schließlich sind einige Mitglieder seit der Gründung 1991 dabei. Damals entschieden sich die Musiklehrerin Faatz und einige Schüler der Paul-Österreich-Schule (heute Primo-Levy-Schule) am Kreuzpfuhl in Weißensee dafür, einen Chor aufzumachen. Das lief so erfolgreich, dass immer mehr Schüler sich für die eigene Stimme begeisterten und mitmachten.

Irgendwann stießen dann auch Gesangsenthusiasten von außerhalb dazu. Heute hat der Chor etwa 27 Mitglieder, ist vier- bis achtstimmig aufgestellt. Das heißt von Sopran und Alt bis Tenor und Bass mit ihren jeweiligen Unterkategorien ist alles dabei. Und die Warteliste für einen Platz im Chor ist lang. "„Aber wir nehmen derzeit keine neuen Sänger auf. Je größer der Chor wird, umso unbeweglicher wird er. Sonst kommt zuviel Uniformität ins Spiel"“, sagt Susanne Faatz.

Alexander Wolff, Berliner Abendblatt, März 2014
Friedrichshagener Schirm, April 2013
Wir gaben ein Konzert im Wasserwerksmuseum Friedrichshagen und folgendes wurde hier dazu geschrieben.
Brachialmechanik mit Gänsehaut

Die JAZZVOCALS eröffneten die Konzertsaison im Friedrichshagener Wasserwerk und legten die musikalische Latte gleich auf Anschlag.

Der Maschinenraum im Alten Wasserwerk Friedrichshagen riecht noch nach Lärm, auch wenn inzwischen alle Räder stillstehen; nur gelegentlich zu Demonstrationszwecken ihre ehemals lebensspendende Kraft entfalten. Durch die hohen Fenster bricht Licht und zeichnet die schwarze, brachiale Mechanik weich, inmitten von tonnenschwerem Eisen und beinahe sakraler Architektur stehen die 22 Jazzvocals und beginnen ihr beeindruckendes Konzert mit einem Thüringer Frühlingslied. Es scheint, als würde der nahe See warm und sanft zu den Zuhörenden schwappen, allein der Rhythmus, die herrlich dynamischen Stimmen und das geradezu fantastische Arrangement des Songs verhindern ein spontanes Hinübergleiten ins Friedrichshagener Traumland.

Die schwierige Akkustik des Maschinensaals fällt während der gut eineinhalb Stunden voller Popsongs, Traditionals und Jazzstücke nicht auf, da der Chor ähnlich präzise arbeitet wie einst das mächtige Räderwerk. Leicht klingt das alles und druckvoll zugleich; Chorleiterin Susanne Faatz lässt hinreichend Spielraum für Improvisationen und stimmliche Experimente. Die JAZZVOCALS sind so ziehmlich das Beste, was Berlin an A-capella-Chören aufzuweisen hat, auch, weil die jungen Frauen und Männer während ihrer Konzerte die Freude am Singen überzeugend transportieren und dabei auf Chichi und Show-Effekte verzichten.

Ein großartiger Nachmittag am See, Wiederholung ausdrücklich gewünscht!

Mit einem Dank für endlose Gänsehaut an das Team des Museums, an Susanne Faatz und alle JAZZVOCALS
Uwe Baumann, Friedrichshagener Schirm, April 2013
Chorspiegel März 2011
Wir haben wieder im Rahmen der Sonntagskonzertreihe des Berliner Sängerbundes in der Philharmonie gesungen. Es hat uns wieder sehr viel Spaß gemacht.
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Nun standen die JazzVocals Berlin, ein gemischter, 22 Sänger starker Chor unter der Leitung von Susanne Faatz, auf der Bühne und starteten gleich mit dem von einem Chormitglied (Elena Wlatschkow) hervorragend arrangiertem Beatles-Song: »Come together«. Aber eigentlich hatte der Chor es nicht nötig, das Zusammenkommen zu besingen, da ihr Gesang von Anfang an wie aus einem Guss war. Es ist immer wieder ein großartiges Erlebnis, einem Auftritt dieses Ausnahmechores beizuwohnen. Die JazzVocals stemmten selbst schwierigste Arrangements mit einer Leichtigkeit und einem Lächeln auf den Lippen, dass es einem manchmal schier die Sprache verschlug. Die reine Intonation, die tollen Stimmen der Solisten, die dynamisch feinen Abstufungen, der ausgewogene Klang, die rhythmische Präzision und die gelungenen Improvisationen zogen unweigerlich jeden Zuhörer in ihren Bann. Besonders gut gefiel mir das rhythmisch sehr anspruchsvolle Lied »Ngana«, das nur aus vier Worten bestand, aber mit spannenden stimmlichen Effekten aufwartete und der »Soul Bossa Nova«, bei dem der Sopran unfassbar hohe Töne anstimmte und einige Chormitglieder herrliche Improvisationen zum Besten gaben.
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Michael Seilkopf, Chorspiegel März 2011
Berliner Jazz- & Blues-Award 2007

Wie wir hier bereits berichteten, konnten wir in der Spezialkategorie Vocal Jazz den ersten Platz belegen. Hier könnt noch einmal den vollständigen Artikel aus dem Berliner Chorspiegel nachlesen.

Am 19.10.2007 gewannen die JazzVocals Berlin unter der Leitung von Susanne Faatz den von der Berliner Jazzinitiative ausgeschriebenen Jazz & Blues Award im Vocal Jazz - Bereich (Special Award). Das Publikum musste sich zwischen 6 Vokalgruppen (Niniwe, Klangbezirk, Frazy, Raffinierter Zucka, Cheek to Cheek) entscheiden. Die Jury hob bei der Verleihung des Preises an die Jazz Vocals vor allem deren stilistische Vielfalt, die rhythmische und harmonische Exaktheit und Intonation sowie die überzeugende Ausstrahlung der 18 Sänger und Sängerinnen hervor.

Karlheinz Drechsel, der Moderator der Veranstaltung im Palais der Kulturbrauerei war beeindruckt von der Freude am Singen, die trotz der teilweise schwierigen Chorsätze dominierte. Die JazzVocals sind in diesem Jahr noch einmal am 28.11. um 21 Uhr in der Occident-Bar in der Frankfurter Allee sowie am 16.12. um 15 Uhr im Kulturhaus Karlshorst (Christmas Songs) zu erleben.

Die JazzVocals waren einer der Chöre, die beim großen TV-Chor-Event teilgenommen haben und einen respektablen Platz erreichten, obwohl sie ohne Chichi und Show-Effekte aufgetreten sind. Im Verbandsblatt »Neue Chorzeit« ist eine ausführliche Diskussion über Sinn und Unsinn, Nutzen und Schaden dieser Sendung nachzulesen.

Berliner Chorspiegel - Dezember 2007
Gabriele Helbig-Thies